Diagnose des Borderline-Syndroms
Folgende Merkmale des Borderline-Syndroms gelten weithin als gesichert und können deshalb zu einer ersten diagnostischen Orientierung herangezogen werden.
- Das Erscheinungsbild des Borderline-Syndroms ist abhängig von dem Stadium der Erkrankung
- Neurotische Symptome können in Vielzahl vorhanden sein, aber auch völlig fehlen
- Es gibt „Borderline-verdächtige Symptome“, deren gehäuftes Auftreten eine entsprechende Diagnose nahe legen, ohne daß diese Symptome zwingend auf ein Borderline-Syndrom hinweisen.
- Die Erscheinung der Krankheit kann einem ständigen Wechsel unterliegen.
- Borderline- Patienten können vorübergehend die charakteristischen Symptome einer psychotischen Episode aufweisen (sogenannte Minipsychose).
- In den meisten Fällen kommt ein impulsives Agieren in episodischer oder chronischer Form vor . Häufig kann man selbstzerrstörerische Mechanismen (sich die Haut aufschneiden, Alkohol-, Drogen-, Medikamentenmißbrauch ) oder andere Formen der Selbstschädigung feststellen.
- Intensive Emotionen, vorwiegend in Form von Feindseligkeit, Haß oder auch Depressionen.
- Kombination mit innerer Leere und Entfremdungsgefühlen können auftreten. Weiterhin besteht eine weitgehende Genußunfähigkeit.
- Die zwischenmenschlichen Beziehungen des Patienten schwanken zwischen oberflächlich punktuellen Kontakten und klammern abhängig in Beziehungen.
- Borderline-Patienten sind im allgemeinen kontinuierlich sozial integriert.