Körpertherapien

„Das Trauma ist in jeder Pore gespeichert" (D.Minor)
Viele meiner Klienten hatten ihre traumatischen Erlebnisse längst „mit dem Kopf" verarbeitet, aber irgendwie ging es ihnen immer noch nicht wirklich besser. Wieso? Der Körper wusste noch nicht, dass das Trauma längst vorbei ist. Auch der traumatisierte Körper braucht therapeutische Hilfe. Traditionelle Psychotherapie kann hier nicht von großem Nutzen sein.

Somatic Experiencing ist die Verarbeitung von überwältigenden Erlebnissen, Schocktraumata wie Verkehrsunfällen, Stürzen, Operationen, schweren Krankheiten, Missbrauch, Gewalt und Bedrohung, Verlust eines nahen Menschen, Naturkatastrophen, Krieg, u.a.m. Diese erfordern bei nachfolgenden Hilfestellungen oder therapeutischen Maßnahmen eine besondere Sichtweise.

nach Petzold (1988)

Die Integrative Bewegungstherapie wird als ganzheitliches Verfahren verstanden, das den Menschen in seiner Körperlichkeit, seinen Gefühlsregungen, seinem sozialen Umfeld und seinen geistigen Zielen erreichen will. Leider wird die Integrative Bewegungstherapie oft einer gymnastischen Methode gleichgesetzt, die vor allem auf den Körper und seine Aktivitäten gerichtet ist.

-ein effektiver therapeutischer Zugang bei Patienten mit psychischer Traumatisierung-

„Tanztherapie ist eine handlungsorientierte Therapieform, deren Ansatzpunkt das aktuelle Bewegungsrepertoire eines Menschen ist. Tanz wird dabei als elementare Körper- und Symbolsprache und als Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeit verstanden." (E. Winter)

Die Heileurythmie ist eine Bewegungskunst-Therapie.

Sie ist eine im Hinblick auf die Anwendung am kranken Menschen spezialisierte Weiterentwicklung der durch Rudolf Steiner begründeten Eurythmie. Eurythmie ist in der Bewegung sichtbar gewordene Sprache und sichtbar gewordener Gesang.

ist die Verbindung aus Craniosacraltherapie nach Dr. John Upledger und der Traumatherapie nach Peter Levine.
Die Craniosacrale Therapie ist eine sanfte, sehr tief wirkende osteopathische Körperarbeit. Traumatherapie behandelt im Körpergewebe gespeicherte körperliche wie auch seelische Traumata und kann sie auflösen.

bedeutet "Fingerdruck" und hat seine Ursprünge in der traditionellen chinesischen Massage ("anma"). In Japan wurde "anma" - auch mit Hilfe westlicher, physiotherapeutischer Methoden - erweitert und zu einem vielfältigen System entwickelt.

Shiatsu

  • die Fähigkeit zu entspannen kann sich verbessern.
  • die Beweglichkeit und Körperhaltung kann positiv beeinflusst werden.
  • die Lebensgeister können geweckt und die Lust am Leben aktiviert werden.
  • in Krankheiten, Krisen oder Übergängen von Lebensabschnitten bietet Shiatsu mit seinem klaren, respektvollen und geschützten Rahmen Nahrung und Stärkung für Körper und Seele.

Diese Methode wurde vom Schauspieler F.M. Alexander entwickelt. Aufgrund äußerst genauer Beobachtungen und Experimenten an sich selbst, erkannte er die Ursache für seine Stimm- und Atembeschwerden. Diese lag im ungünstigen Gebrauch seiner selbst. Darunter versteht man Verhaltensmuster, welche den Menschen in seiner geistig-körperlichen Einheit stören und so verschiedene Beschwerden auslösen können. Das Ziel der F.M. Alexander-Technik ist der natürliche, gut koordinierte Einsatz der ganzen Person während den Tätigkeiten des Alltags.

Unter der Bezeichnung die "Fünf Tibeter" versteht man ein ganzheitliches Energie-Programm, das ursprünglich von fünf tibetischen Mönchen entwickelt wurde. Dieses besteht aus fünf speziellen Körperübungen, dem Kreisel, der Kerze, dem Halbmond, der Brücke und dem Berg.

Das regelmäßige Ausführen dieser Übungen verspricht neben der Harmonisierung von körperlichen und geistigen Abläufen auch Vitalität, Zufriedenheit und Lebensfreude. Wichtig ist die tägliche
Praxis, die, beginnend mit jeweils drei Übungen, von Woche zu Woche gesteigert wird. Die "Fünf Tibeter" sind einfach im Selbststudium zu erlernen und in den Alltag zu integrieren.

Qi Gong gilt in China als eines der vier großen Teilgebiete der Medizin. Die Wurzeln des Qi Gong sind geistig-körperliche Übungen, die auf die taoistisch-buddhistische Praxis zurückgehen.

Qi Gong besteht aus einer Reihe von einfachen Körperstellungen, die, verbunden mit Atemübungen, den Energiefluss im Körper harmonisieren und damit einen energiereichen und gesunden Zustand herbeiführen. Qi Gong ist verwandt mit dem anspruchsvolleren Tai Chi (Tai Chi Chuan).

Qi Gong geht davon aus, dass es durch Stress im täglichen Leben zu Stauungen im Kreislauf der Energien kommen kann. Das Qi Gong-Training soll den Energiefluss wieder in Schwung bringen.
Ein Qi Gong-Lehrer beschreibt das folgendermaßen: "Jede im Qi Gong eingeübte Stellung beeinflusst bestimmte Aspekte der Lebensenergie, die alles durchfließt, und uns mit dem Kosmos verbindet".

ist eine manuelle Behandlung der Bindegewebsstrukturen des Körpers unter Einbeziehung des Phänomens menschlicher Bewegung. Die Bezeichnung "Rolfing" geht auf die Begründerin, Dr. Ida Rolf, zurück.
Ziel des Rolfing ist es, in der Grundsequenz von zehn Rolfingbehandlungen, den Körperbau neu zu strukturieren und effektive Bewegungsmuster zu lehren um damit eine mühelose Aufrichtung zu ermöglichen.

Heute weiß man, dass Licht für viele Abläufe im Körper als Zeitgeber wirkt. Dabei gelangt das helle Licht über das Auge und die Sehnerven in Form elektrischer Impulse zur "inneren Uhr" unseres Gehirns.

Sie nutzt die Hell-Dunkel-Informationen und veranlasst andere Hirnstrukturen zur rhythmischen Ausschüttung chemischer Botenstoffe und Hormone. Dies sind z.B. das schlaffördernde Hormon Melatonin einerseits und die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin als "Gute-Stimmung-Macher" andererseits. Bei Dunkelheit wird müdemachendes Melatonin produziert, bei genügend Licht wird die Produktion gestoppt.

Die Farbtherapie ist eine der ältesten Behandlungsmethoden. Sie basierte ursprünglich auf der heilenden Wirkung des Sonnenlichts, das von vielen alten Kulturen zur Linderung der verschiedensten Beschwerden eingesetzt wurde. Vielfach galt die Sonne als etwas Göttliches, und ihren Strahlen wurden übernatürliche Heilkräfte zugeschrieben.