Kreativtherapien

Unterstützt und begleitet wird unsere Arbeit zur Förderung der Selbstwahrnehmung durch kreativtherapeutische Zugänge, durch kreative Medien, die anregen zu kreativem Schreiben, Malen und Körperausdruck. Sie tragen dazu bei, an bereits bekannte Ressourcen/Kraftquellen anzuknüpfen oder neue zu erschließen und führen dazu, Aktivitäten ganzkörperlich zu spüren

Die künstlerische Tätigkeit ist auch ein Dialog. Ein Dialog zwischen dem Bewussten und dem Unbewussten, zwischen dem Gefühl und dem Verstand. Es ist unsere Aufgabe in der Kunsttherapie, Menschen in diesem Dialog zu begleiten und ihnen zu helfen, ihn zu verstehen und die beiden Seiten zu einander zu führen.

Die Kunsttherapie als ein nonverbales Medium bietet Möglichkeiten, den unaussprechlichen, nicht erklärbaren Dingen einen Platz zu geben. So kann man auf abstraktem Wege, also nur mit dem Mittel der Farbe, das Chaos malen, was einen schon seit Tagen ganz schwindelig sein lässt, oder die Leere, die seit gestern alle Gefühle verschluckt hat, den Klumpen, der schwer im Bauch liegt, oder den Kloß, der sich im Halse festsetzt, immer wenn man eigentlich gern weinen würde.

 

In der Kunsttherapie geht es darum, ein Objekt zu produzieren, es vor sich hinzustellen, es anzuschauen und unbewusste Gestaltungen erlebbar zu machen.
Neurolinguistische Kunsttherapie ist eine Variante der NLPt, bei der kreatives bildnerisches Gestalten zur Vertiefung und Verstärkung innerer Bilder genutzt wird. Andererseits ermöglicht die äußere Darstellung innerer Prozesse eine größere Distanz zum Geschehen und einen neuen Blick auf eigene Optionen. Die Gestaltung wird zu einem direkten und anschaulichen Gegenüber - und zu einem Spiegel. Sie fordert die Verwandlung und bietet die Chance zur Veränderung. Ein Bild oder eine plastisch gestaltete Skulptur kann Menschen helfen, neue Struktur in einer als chaotisch erlebten Innenwelt zu entwickeln. In der NLKt werden Objekte nicht gedeutet. Der Schaffende ist der Fachmann für sein Produkt und die Arbeit besteht darin, dass er sein Werk in all seinen Aspekten und Phänomenen erkennt und dass in Besitz nimmt, was ihm seit jeher gehört.

Das NIG ist eine Psychotherapie mit bildnerischen Mitteln.

Es handelt sich um eine Integration kunsttherapeutischer Elemente in systemisches Vorgehen, regt zu therapeutischer Kreativität und zum schöpferischen Umgang mit den eigenen Ressourcen (Kraftquellen) an.
NIG enthält Elemente des NLP, der Kurztherapie, der Familientherapie, dem Familienstellen, der Kunsttherapie und der Körperarbeit.
NIG ist keine geschlossene, sondern offene Methode, die aus dem Zusammenfließen verschiedener Therapierichtungen entstanden ist, die alle eines anstreben:

  • Selbstregulation,
  • Lösungsorientierung,
  • Veränderung des Bezugsrahmens und
  • Konstruktion neuer Wirklichkeiten.

NIG sucht die Verbindung zum letztlich unbekannt bleibenden Unbewussten herzustellen, das in uns und zwischen uns allen gestaltend am Werke ist, um das Leben (wieder) zu erfüllen. Es kommt darauf an, diese Verbindung herzustellen, zu pflegen, zu schützen und zu stärken.

"Was sehen Sie, Frau Lot?" - "Bilder!"

Im dem Moment, in welchem eine Person traumatisiert wird, erstarrt sie innerlich zur Salzsäule, die bewusste Bildwahrnehmung reißt ab. Zurück bleiben starke Gefühle, Bildfetzen, nicht integrierte Wahrnehmungen, die zu den bekannten Symptomen der posttraumatischen Belastungsstörung führen. Untersuchungen mit Affen, die, bewusstlos gemacht, Bildern ausgesetzt wurden, zeigen, dass auch unbewusst gespeicherte Bilder erinnert werden, dass auch diese Bilder ihre volle Wirkung entfalten.

Das plastische Gestalten ist ein aus der Bildhauerei entwickeltes therapeutisches Verfahren. Meist wird mit Ton gearbeitet, aber auch mit Holz, Stein, Wachs, Gips oder Sand.

Der Patient lernt bewusst und kreativ mit den gestaltenden Kräften seines Leibes und seiner Seele umzugehen.

Immer wenn es im Zusammenhang mit Krankheiten oder Krisen um die Ordnung, Abgrenzung und innere Orientierung geht, stellt Plastizieren ein sinnvolles Therapieangebot dar.

(nicht nur für Kinder)

Es war einmal...
In den alten Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat...
Und sie lebten lange glücklich und zufrieden...
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann...
So beginnen und so enden die meisten Märchen!

Mit dem was dazwischen so alles passiert, beschäftigt sich die Märchen-Therapie.
Märchentherapie ist eine Form der Therapiemöglichkeit, um die Blockadenpunkte des Menschen aufzudecken, hat den Sinn und Zweck, verschlüsselte Informationen herauszuarbeiten, so dass ein Empfinden ausgearbeitet wird und stattfinden kann.
Was ist die wichtigste Stelle, das zentrale Thema, wie es der Klient wahrnimmt? Wo steigt er in das Märchen ein? Womit identifiziert er sich? usw. ...
Märchen sind gesammelte Texte zu archetypischen, mythischen, Mustergebenden psychischen und sozialen Konstellationen und spiegeln kollektive, individuelle und menschenspezifische Konflikte und Muster in einer urgeschichtlichen Form, so dass sie geschichtlich gemacht werden können. Die Bearbeitung der Märchen geschieht hinsichtlich ihrer inhaltlichen Zuordnung zum diagnostischen System der Cluster-Medizin (CM) und der geschichtlichen Komponenten: Gewesenes, Werdendes und Gewordenes!
Der Mensch kann so für sich selbst ein kleines Stücken Glauben zurückgewinnen, nämlich die Vorstellung, dass Verwandlung ihm etwas bringt. Das stärkt ihn. Das ist das neue Motiv, das bewegen kann.

Musik spricht zur Seele des Menschen in einer Sprache, die alle Menschen auf der Erde verstehen.
Jeder ist musikalisch und kann die Qualitäten von Melodie, Harmonie und Rhythmus empfinden. Die Klangerlebnisse sprechen Atem und Herzrhythmus an, der Muskeltonus wird aktiviert, das Wachbewusstsein wird unterstützt.
Die Musiktherapie entfaltet ihre Wirksamkeit u.a. bei Bewusstseinsstörungen, Psychosen, Erkrankungen des Nervensystems, Schlafstörungen und in der Sterbebegleitung.