Über uns


Historie des Landesverbandes der Psychiatrie-Erfahrenen Rheinland-Pfalz e.V. (LVPE RLP e.V.)

Im Jahre 1992 gründete sich der Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE e.V.) in Bedburg-Hau, der größten deutschen psychiatrischen Klinik. Zur gleichen Zeit trafen sich Psychiatrie-Erfahrene in Mainz und bauten die Selbsthilfegruppe unter Leitung von Bettina Rosch auf; sie koordinierte auch die Vorbereitung zur Gründung des LVPE Rheinland-Pfalz e.V..

Am 2. Juni 2017 haben die Mitglieder beschlossen, dass wir uns fortan "Landesnetzwerk Selbsthilfe seelische Gesundheit Rheinland-Pfalz e.V." (NetzG-RLP e.V.) nennen.

Ende 1995 veröffentlichte die Landesregierung das aktuelle PsychKG. Hier wird besonders auf die Mitarbeit der psychisch Kranken hingewiesen und dass ehrenamtliche Hilfe und Selbsthilfe Vorrang vor öffentlicher Hilfe haben.

Auf der Basis dieser Gesetzesgrundlage gründete sich der LVPE e.V. ein halbes Jahr später, aus den Ortsgruppen Mainz, Landau und Trier. Zur gleichen Zeit wurden Erika Huss und Erwin Stahl in den Landespsychiatriebeirat und Eugen Berker in die LIGA - Ausschuss Psychiatrie - gewählt und aufgenommen. Winfried Krolla aus Mainz übernahm den 1. Vorsitzenden und Franz-Josef Wagner aus Trier den 2. Vorsitzenden unter Zustimmung der Gründungsmitglieder. Im gleichen Jahr wurde der 2. Vorsitzende in den erweiterten Vorstand des BPE gewählt.

Der LVPE-Vorstand beschließt, dass der 2. Vorsitzende für Rheinland-Pfalz eine Beschwerdestelle für psychisch Kranke, deren Angehörige, Mitarbeiter Im stationären und komplementären psychiatrischen Bereich sowie Interessierte einrichtet. Hier können Äußerungen über die psychiatrische Versorgung mitgeteilt werden, die anonym an die richtige Stelle weitergereicht werden. Nach Aussage von Angehörigen und Profis sollen wir uns für unsere Versorgung stark machen.

Im Frühjahr 1997 veranstaltete die Ortsgruppe Landau zwei Bioethik-Seminare, die Ortsgruppen Mainz und Trier die ersten Psychose-Seminare in Rheinland-Pfalz. Eine Fachtagung mit dem Thema "Alternativen in der Akutpsychiatrie - Soteria" wurde im September, unter der Schirmherrschaft der Frau des Ministerpräsidenten Roswitha Beck, in der TUFA in Trier durchgeführt. Hier nahmen Psychiatrie-Erfahrene, Psychiatrie- Koordinatoren, Psychologen, Psychiater, Schwestern, Pfleger und Interessierte aus Luxemburg, der Schweiz und Deutschland teil. Sie diskutierten die Vorträge von Staatssekretär Klaus Jensen, Peter Lehmann, Mitarbeitern der Westfälischen Klinik Gütersloh (Soteria-Station), Volkmar Aderhold und dem ärztlichen Direktor des Herz-Jesu- Krankenhauses Trier. Neben diesen Veranstaltungen haben sich die Vorstandsmitglieder bei Fachtagungen, Kongressen und Podiumsdiskussionen fortgebildet.

Die regelmäßigen Treffen der Selbsthilfegruppen vor Ort laufen immer nach dem gleichen Schema ab: Befindlichkeitsrunde (die bis zu 90% der 2 Stunden ausmachen kann), Berichte aus den Organisationen und anschließender privater Freizeitgestaltung. Darüber hinaus treffen sich viele Psychiatrie-Erfahrene außerhalb dieser offiziellen Termine auch privat. In Trier gehen Psychiatrie-Erfahrene mit dem Vorsorgebogen in den stationären und komplementären psychiatrischen Bereich, erläutern Konzepte, wesentliche Fragen und stellen ihre individuellen Lösungen vor.

Unser Motto lautet nach einem chinesischen Sprichwort:

„Willst du etwas wissen, so frage einen Erfahrenen und keinen Gelehrten“


Historie des Landesverbandes

Im Jahre 1992 gründete sich der Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE e.V.) in Bedburg-Hau, der größten deutschen psychiatrischen Klinik. Die Historie und Hintergründe dieser Initiative finden Sie in dem hier bereitgestellten Dokument zusammengefasst.

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Jubiläumszeitschrift

Nach 10 Jahren LVPE RLP e.V. hat sich der Vorstand des LVPE RLP e.V. entschlossen eine Broschüre von Beiträgen der Weggefährten heraus zu bringen. Neben den Grußwort der Ministerin Malu Dreyer, Kuratoriumsvorsitzende des Vereins für Gemeindenahe Psychitrie in Rheinland-Pfalz Roswitha Beck, Vorsitzende der Angehörigen psychisch Kranker des Landesverbandes RLP Monika Zindorf und Gründungsvorsitzender des LVPE RLP e.V. Hans-Winfried Krolla sind Beiträge von Mitgliedern und Fördermitgliedern in der Broschüre enthalten.

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"Der Landesverband der Psychiatrie-Erfahrenen ist zu einem zuverlässigen Partner der Landesregierung bei der Weiterentwicklung der psychiatrischen Versorgung in Rheinland-Pfalz geworden.
[...] Ihre konstruktiv kritische Betrachtung hat wesentlich dazu beigetragen, die Situation der psychisch kranken Menschen in Rheinland-Pfalz zu verbessern."

Malu Dreyer
Ministerin für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz